Downsizing

(C) Paramount Pictures Germany

Die Menschheit benötigt dringend eine Lösung, um dem Ressourcenverbrauch und der Überbevölkerung Herr zu werden. Da entdeckt der skandinavische Forscher Dr. Asbjørnsen eine Lösung: die Verkleinerung lebendiger Zellstrukturen. Die Verkleinerung von Menschen bedeutet nicht nur, dass weniger Lebensmittel verbraucht werden, es wird auch deutlich weniger Müll produziert.

So entstehen auf der ganzen Welt lauter Kolonien von „Kleinen“, von Menschen, die sich verkleinern haben lassen. Und da sie in den Kolonien deutlich weniger Platz verbrauchen, ist ihr Geld von der großen Welt auch deutlich mehr wert und sie können sich ein Leben in Luxus leisten.

Paul entschließt sich ebenfalls, sich verkleinern zu lassen. In der für ihn neuen, kleinen Welt fällt es ihm zunächst schwer, sich anzupassen. Aber dann wird er von seinem Nachbarn Dusan zu einer Party eingeladen, die für ihn alles ändert.

Mein Fazit

Downsizing ist faszinierend komödiantisch, satirisch und gesellschaftskritisch. Neben dem erhobenen Zeigefinger, doch mehr auf die Umwelt zu achten, geht es auch um das Miteinander in der Gesellschaft und um das typisch menschliche Verhalten. Aber nie langweilig oder zu sehr mahnend und gut eingearbeitet in eine echt gute Komödie.

Ganz hervorragend ist die Rolle des Dusan, der nicht nur viel Witz und Leichtigkeit in den Film bringt, sondern mit Christoph Waltz wohl die Bestbesetzung bekommen hat. Christoph Waltz füllt die Rolle voll aus und spielt eine Leichtigkeit und Sorglosigkeit, als wäre er Dusan selbst.

Aber auch die Rolle der Gong Jiang, hervorragend verkörpert von Hong Chau, ist nicht auf den Mund gefallen und ist als Gegenpart zum eher ernsten, gesellschaftsangepassten Paul eine Inspiration.

 

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Jumanji – Willkommen im Dschungel

(C) Sony Pictures Releasing GmbH

Die vier Schüler Spencer, Fridge, Martha und Bethany müssen aus verschiedenen Gründen nachsitzen. Ihre Aufgabe ist es, den Keller zu entrümpeln. Unter dem ganzen Krempel findet Spencer ein alte Videospiel. Als absoluter Nerd und Spielefan kann er nicht anders, als das Spiel auszuprobieren. Er überredet seine Mitschüler zu dem Spiel.

Aber das Spiel hat es in sich. Die vier finden sich plötzlich innerhalb des Spiels wieder, jeder als sein Avatar. Gemeinsam müssen sie nun im Dschungel von Jumanji das Spiel als echte Charaktere zu Ende spielen, um wieder nach Hause zu gelangen.

Mein Fazit

Schon wieder ein Remake, das sich als Fortsetzung verstehen will. Das einzige, worunter man eine Fortsetzung verstehen könnte, ist die Handlung 20 Jahre später und dass sich das Brettspiel zu einem Videoendspiel weiterentwickelt hat.

Gleich mal vorweg: ich habe den Film in einer Sneak-Preview gesehen, sonst hätte ich ihn mir gar nicht angeschaut. Nicht noch ein Remake, den Studios gehen die Ideen aus. Zudem gehört Kevin Hart zu meinen absoluten Hass-Schauspielern, mich hat er bisher in jedem Film den ich mit ihm gesehen habe genervt. Und Dwayne Johnson gehört nun auch nicht gerade zu meinen Lieblingsdarstellern, zumal er ein absolutes Händchen für dümmlichste Filme auf niedrigstem Niveau hat.

Doch ich wurde überrascht. Der Film hat Witz und Spannung und eine gut durchdachte Geschichte eines Videospiels der 1990er-Jahre. Er lebt von den Gegensätzen der Avatare gegenüber ihren Spielern, das kitzelt auch Hartgesottenen im Zwerchfell einen Lacher heraus. Der Dschungel wird zum Nebenschauplatz.

Dwayne Johnson hat mich hier am meisten überrascht, der tatsächlich schauspielerisches Können zeigt und mit Mimik und seinen Augen voll in der Rolle des schüchternen und schmächtigen Nerds im Körper eines Muskelprotzes abtaucht. Kevin Hart tut allerdings das, was er am besten kann: einfach nur nerven und auf den Geist gehen. Hier wäre mir eine andere Besetzung lieber gewesen.