Star Wars: Episode VIII – Die letzten Jedi

The Walt Disney Company Germany GmbH

Die Rebellen geben ihren Stützpunkt auf, werden bei der Evakuierung jedoch von der Ersten Ordnung überrascht. Es gelingt ihnen, mit einem Manöver Zeit zu gewinnen – doch es ist nur wenig Zeit und es gibt keinen Ausweg. Man setzt auf Rey, die im Niemandsland der Galaxie den Jedi-Meister Luke Skywalker aufsucht und ihn um Hilfe bittet.

Doch Luke hat sich der Macht und der Religion der Jedi entsagt und ist entschlossen, mit sich selbst auch die Jedi sterben zu lassen und deren Ära zu beenden. Rey lässt nicht locker und bekommt Luke dazu, seine Meinung zu ändern – jedoch nur für einen kurzen Moment. Als Luke die Intensität der Macht in Rey spürt, bricht er ab.

Unterdessen verfolgt Finn eigenmächtig einen eigenen Plan, die Rebellen zu retten. Ein Codeknacker soll ihm helfen, unerkannt durch die Schilde auf das Führungsschiff der Ersten Ordnung zu kommen. Dort möchte er das Ortungssystem abschalten, damit die Rebellen entkommen können. Aber zuerst gilt es, den Codeknacker zu finden…

Mein Fazit

Der Film startet unmittelbar dort, wo sein Vorgänger aufgehört hat. In gekonnter Star Wars-Art wird die Geschichte weitererzählt, der große Tenor liegt auf dem Gleichgewicht der Macht – die dunkle und die helle Seite. Dieser Zwist der beiden Seiten wirkt gleich in zwei Charakteren: in Rey, die mit ihren Möglichkeiten nicht umgehen kann und in Kylo Ren, der trotz seiner Dienst für den Anführer der Ersten Ordnung, sein Meister Snoke, die helle Seite noch nicht komplett verdrängt hat.

Luke Skywalker, einst der Hoffnungsträger der Galaxie, ist nur noch ein verbitterter alter Mann. Der Film versucht zwar, das irgendwie zu erklären, bleibt aber zu kurz und oberflächlich. Der Wendepunkt, eine Erlebnis mit seinem Neffen, wird zwar mit dramatischen Bildern dargestellt, greift jedoch für so eine radikale Verbitterung, wie Luke sie empfindet, nicht tief genug. Hier bleiben große Fragen offen.

Trotzdem, der Film unterhält erstmal sehr gut und ist zwei Stunden lang seinem Namen Star Wars würdig. Der Showdown jedoch enttäuscht doch sehr. Die Rebellen geben ihren letzten Kampf, werden für kurze Zeit vom Falken unterstützt, bis dieser plötzlich einfach aus der Handlung fällt um am Ende noch gerade rechtzeitig zu kommen, damit Rey mit der Macht einen Steinehaufen in die Höhe heben kann zur Rettung. Wohin sie zwischenzeitlich verschwunden sind und nicht weiter kämpfen, während die Rebellen sich schon selbst aufgeben, bleibt ein Geheimnis.

Der letzte Auftritt von Luke Skywalker ist dann auch noch so skurril, dass damit die gesamte Saga ad absurdum geführt wird. Der Versuch, dem Film auch noch Witz zu verpassen….nunja, manche Gags zünden, die meisten sind allerdings total fehl am Platz. Insbesondere in der Schlußhandlung misslingt das vollkommen.

Die letzten Jedi – ein Film, der sich selbst mit seinem Showdown kaputt macht. Ein Film, der die acht Filme andauernde Geschichte der Familie Skywalker beendet. Ein Film, der ein neues Kapitel der Macht aufschlägt. Und ein Film, der unter den Star Wars Fans für viele kontroverse Diskussionen sorgt und wohl ein ewiger Streitpunkt sein wird.

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Jumanji – Willkommen im Dschungel

(C) Sony Pictures Releasing GmbH

Die vier Schüler Spencer, Fridge, Martha und Bethany müssen aus verschiedenen Gründen nachsitzen. Ihre Aufgabe ist es, den Keller zu entrümpeln. Unter dem ganzen Krempel findet Spencer ein alte Videospiel. Als absoluter Nerd und Spielefan kann er nicht anders, als das Spiel auszuprobieren. Er überredet seine Mitschüler zu dem Spiel.

Aber das Spiel hat es in sich. Die vier finden sich plötzlich innerhalb des Spiels wieder, jeder als sein Avatar. Gemeinsam müssen sie nun im Dschungel von Jumanji das Spiel als echte Charaktere zu Ende spielen, um wieder nach Hause zu gelangen.

Mein Fazit

Schon wieder ein Remake, das sich als Fortsetzung verstehen will. Das einzige, worunter man eine Fortsetzung verstehen könnte, ist die Handlung 20 Jahre später und dass sich das Brettspiel zu einem Videoendspiel weiterentwickelt hat.

Gleich mal vorweg: ich habe den Film in einer Sneak-Preview gesehen, sonst hätte ich ihn mir gar nicht angeschaut. Nicht noch ein Remake, den Studios gehen die Ideen aus. Zudem gehört Kevin Hart zu meinen absoluten Hass-Schauspielern, mich hat er bisher in jedem Film den ich mit ihm gesehen habe genervt. Und Dwayne Johnson gehört nun auch nicht gerade zu meinen Lieblingsdarstellern, zumal er ein absolutes Händchen für dümmlichste Filme auf niedrigstem Niveau hat.

Doch ich wurde überrascht. Der Film hat Witz und Spannung und eine gut durchdachte Geschichte eines Videospiels der 1990er-Jahre. Er lebt von den Gegensätzen der Avatare gegenüber ihren Spielern, das kitzelt auch Hartgesottenen im Zwerchfell einen Lacher heraus. Der Dschungel wird zum Nebenschauplatz.

Dwayne Johnson hat mich hier am meisten überrascht, der tatsächlich schauspielerisches Können zeigt und mit Mimik und seinen Augen voll in der Rolle des schüchternen und schmächtigen Nerds im Körper eines Muskelprotzes abtaucht. Kevin Hart tut allerdings das, was er am besten kann: einfach nur nerven und auf den Geist gehen. Hier wäre mir eine andere Besetzung lieber gewesen.

Justice League

(C) Warner Bros. Entertainment

Superman ist tot, aber die Welt bedroht wie nie zuvor. Der Bösewicht Steppenwolf, entstanden aus Chaos, möchte zu seiner Heimat zurück. Dazu benötigt er die drei sogenannten Mutterboxen, die er vereinen muss. Einmal vereint, verwandelt die Mutterboxen die Welt ins Chaos und Steppenwolf herrscht über die Welt.

Zwei der Boxen werden scharf bewacht – eine von den Atlantianern, die andere von den Amazonen. Die dritte Box ist bei den Menschen auf der Erde vergraben. Nachdem Steppenwolf die beiden Boxen der Atlantianern und der Amazonen an sich gebracht hat, ist er nun auf der Suche nach der dritten Box. Ein Team von Superhelden, bestehend aus Batman, Wonder Woman, Aquaman, The Flash und Cyborg, sind nun die einzigen, die die Welt noch retten können.

Mein Fazit

Ich bin sehr skeptisch in den Film gegangen, wollte ihn der Vollständigkeit halber aber doch sehen. Die ersten drei Filme von DC, Batman vs. Superman, Suicide Squad und Wonder Woman haben mich ja nicht sehr überzeugt, wobei sie mit jedem Film besser wurden. Eigentlich konnte mich der Film nicht enttäuschen.

Und das hat er auch nicht, im Gegenteil, er hat mich überrascht. Der Film ist spannend, wenn man erstmal die langatmige Einführung der Figuren Batman, Wonder Woman, Aquaman und Cyborg hinter sich hat. The Flash kommt hierbei viel zu kurz und erinnert mich mit seiner jugendlichen, unbedarften und witzighaften Charaktere, als ob man sich an dem aktuellen Spider-Man orientieren wollte.

Wer Wonder Woman in ihrem gleichnamigen Film nervig fand, wird es auch hier tun. Mit ihrem Lasso der Wahrheit ist sie ein nettes Beiwerk, viel beizutragen hat sie nicht. Aquaman hatte hier wohl auch nur seinen Alibi-Auftritt, um schon mal Werbung für seinen eigenen Film zu machen. Würde man ihn komplett aus dem Film schneiden – es würde nicht einmal auffallen.

So bleiben Batman, Cyborg und The Flash als Weltenretter zurück und beeindrucken eine zwanghafte Zusammenarbeit, die aber doch zum Ziel führt. Drei unterschiedlichste Charaktere, wie es überhaupt nur sein kann, die zusammen ein Team bilden müssen. Das kennt man selbst doch aus dem wahren Leben nur zu gut. Vielleicht macht es gerade das das besondere an diesem Film aus.

DC hat hier seinen vierten und bisher besten Film abgeliefert, der leider an den Kinokassen den gewünschten Erfolg vermissen lässt. Es mag wohl an seinen schwachen Vorgängern liegen, dass das Publikum erst einmal genug von DC hat. Es wird sich zeigen, ob The Flash die Zuschauer nächstes Jahr wieder überzeugen kann – oder ob man mit dem DC Universum einen Gang zurückschalten muss in den Produktionen.

Wonder Woman

Inhalt

(C) Warner Bros. Entertainment

Diana, Tochter von Zeus und der Amazonenkönigin Hippolyta, wächst auf der idyllischen Insel Paradise Island auf. Von ihrer Tante Antiope wird sie vom Kindesalter auf zur mächtigsten Kriegerin aller Zeiten trainiert.

Der amerikanische Pilot Steve Trevor stürzt auf der Flucht vor dem Kriegsgegner kurz vor Paradise Island mit seinem Flugzeug ins Meer. Diana, die den Absturz von der Insel beobachtet hat, rettet den Amerikaner vor dem sicheren Tod.

Steve erzählt den Amazonen von einem furchtbaren Krieg, der über Europa tobt – den Ersten Weltkrieg. Diana ist sofort überzeugt davon, dass es sich nur um Ares handeln kann, ein verbannter Kriegsgott. So beschliesst sie, Steve nach Europa zu begleiten um Ares, den sie im deutschen General Ludendorff vermutet, zu vernichten.

Trailer

Mein Fazit

Ich war sehr gespannt, ob DC diesmal der große Wurf gelingt. Die letzten Filme waren wenig überzeugend und der Anschluss an den Konkurrenten Marvel rückte in weite Ferne. Auch wenn sie mit Wonder Woman jetzt doch gut aufgeholt haben, den Wow-Effekt von Marvel erreicht DC trotzdem nicht.

Der Film führt Diana, das Wonder Woman, gut in das DC-Universum ein und erzählt die Vorgeschichte erstaunlich kurzweilig. Einen zwischenzeitlichen Einbruch der Spannung beim Wechsel in die reale Welt kann man verzeihen. Das mit Ereignissen vollgestopfte Finale eher nicht. Nicht nur, dass dort eben zuviel auf einmal passiert, es erinnert mit Dialogen und Spezialeffekten ein bisschen an schlechte Serien der 80er.

Überhaupt ist die Bildqualität sehr auffallend. Offensichtlich noch auf Zelluloid gedreht ist die grobe Körnung schon sehr sichtbar. Das beste Filmmaterial scheint man nicht verwendet zu haben. Zusammen mit den computergenerierten Bildern, die naturgemäß die Körnung nicht haben, wirkt es ein wenig billig.

Planet der Affen: Survival

Inhalt

(C) Twentieth Century Fox of Germany GmbH

Der Krieg zwischen den Menschen und den Affen ist ausgebrochen. Caesar, der neue Anführer der Affen, macht dem Colonel ein Friedensangebot. Der Colonel antwortet auf das Angebot mit der skrupellosen Ermordung eines Großteils der Affengruppe. Unter den Opfern ist Caesars Frau und sein ältester Sohn.

Caesar schickt seine verbliebene Gruppe auf einen langen Weg in eine neue, ruhige Gegend. Sein ältester Sohn kam erst kürzlich von seiner Erkundungsmission von dort zurück. Er bittet Lake auf seinen einzigen, noch verbliebenen Sohn aufzupassen. Denn Caesar hat andere Pläne. Er will Rache nehmen für seine ermordete Familie.

So macht sich Caesar auf die Suche nach den Menschen, um den Colonel zu töten. Begleitet wird er dabei von seinen treuesten Freunden.

Trailer

Mein Fazit

Satz mit X, das war wohl nix. Eine tausendfach erzählte Geschichte, nur neu verpackt. Alter Wein in neuen Schläuchen. Der Kampf Affen gegen Menschen wirkt ein wenig wie die Geschichte von Cowboy und Indianer. Gepaart mit den Rachegelüsten um die ermordete Familie zu vergelten. Eigentlich war damit der Film im Vorfeld schon zum Scheitern verurteilt.

Man hat sich nicht einmal die Mühe gemacht, sich eine gute oder originelle Storyline einfallen zu lassen. So dümpelt der Film über seine zweieinhalb Stunden dahin und strapaziert sehr die Geduld des Kinopublikums. Offensichtlich versucht Matt Reeves alleine die Macht der Bilder wirken zu lassen. Und das geht gehörig schief. Zumal in den schnellen Szenen die computergenerierten Grafiken in Größe und Bewegung unnatürlich wirken.

Ich sag es mal mit Mel Brooks: es ist der ganze Planet der Affen im Arsch.

Pirates of the Caribbean 5: Salazars Rache

Inhalt

(C) The Walt Disney Company Germany GmbH

Henry Turner, Sohn von Will Turner und Elizabeth Swann, hat sich in seinen Kopf gesetzt, seinen Vater von seinem Fluch zu befreien und benötigt dazu den Dreizack des Poseidon. Das Problem: niemand weiß, wo er zu finden ist. Zwar gibt es eine Karte, die zum Dreizack führt, aber die Karte kann kein Mann lesen.

Auf einem Schiff angeheuert trifft er auf den verfluchten Captain Salazar, der das Schiff vernichtet und Henry als einzigen Überlebenden übrig lässt. Er gibt ihm die Aufgabe, Captain Jack Sparrow zu finden und ihm seinen Kompass abzunehmen. Durch die Übertragung des Kompasses würde Salazar und seine Mannschaft aus dem Teufelsdreieck, in dem sie gefangen sind, befreit werden und Henry würde der Kompass den Weg zum Teufelsdreieck zeigen.

Henry findet Jack Sparrow und rettet ihn vor der Guillotine. Außerdem rettet er auch die schöne Caryna Smith, die im Besitz der Karte ist, die kein Mann lesen kann und zum Dreizack des Poseidon führt. Gemeinsam machen sie sich auf, den Dreizack zu suchen. Aber durch einen unglücklichen Umstand wurde Salazar aus dem Teufelsdreieck befreit und möchte sich nun an Sparrow rächen.

Trailer

Mein Fazit

Auch wenn der fünfte Teil des Franchise an die vorherigen Filme anknüpft und einige Themen wieder aufnimmt, merkt man doch die Einfallslosigkeit dieser unendlichen Geschichte. Versteift auf die alten Abenteuer wird der Raum des Neuen sehr beengt gehalten. Salazar handelt trotz aller Rachegelüste mehr als unlogisch und geht einem ziemlich schnell auf die Nerven.

Die Karte, die kein Mann lesen kann, ist natürlich wörtlich zu nehmen und wird von einer Frau entschlüsselt. Die Protagonistin ist nötig geworden, um zusammen mit Henry wieder ein neues Liebespaar zu haben und sich dadurch die Tür für einen weiteren Film offen zu halten. Die Karte verweist auf das Sternbild als Wegweiser ohne zu berücksichtigen, dass auch die Sterne in der Nacht am Himmel wandern. Und um dem ganzen noch die Krone aufzusetzen, gibt es eine neue Verwandschaftslinie von Caryna mit einem alt eingesessenen Charakter.

Nur pompöse, computergenerierte Bilder und ein guter Soundtrack machen noch lange keinen guten Film. Die Pirates of the Caribbean sind als Franchise eigentlich zu Ende. Und mit diesem Film hätte man auch einen Abschluss erreicht. Ich fürchte nur, dass Disney die am Tropf hängende Geschichte um Jack Sparrow noch weiter künstlich am Leben erhalten möchte.

Die Mumie (2017)

Inhalt

(C) Universal Pictures International Germany GmbH

Nick Morton und sein Kumpel Sergeant Vail sind, weit von ihrem Auftrag der Fernaufklärung entfernt, im ehemaligen Mesopotamien auf der Suche nach einem Schatz. Das Dorf, in dem sie den Schatz vermuten, ist durch Rebellen besetzt und der Versuch, unbemerkt dort nach dem Schatz zu suchen, schlägt fehl. Nachdem sie einen Luftangriff angefordert haben, sind nicht nur die Rebellen vertrieben, es tut sich auch ein großes Loch auf, das eine große, unterirdische Kammer zum Vorschein bringt: das Grab der ägyptischen Prinzessin Ahmanet.

Ahmanet war nicht irgendeine Prinzessin. Sie hat den Gott des Todes beschworen und ist mit ihm den Pakt eingegangen, ihm in einen sterblichen Körper zu holen. Die alten Ägypter hatten sie deshalb lebendig mumifiziert und weit weg von Ägypten in ein Gefängnisgrab gebracht.

Nick und eine Archäologin bergen ihren Sarkophag und die Mumie der Prinzessin versucht, das Ritual zu vollenden und den Gott des Todes einen Körper zu schenken – und dafür hat sie sich Nick ausgesucht.

Trailer

Mein Fazit

Die Mumie wurde von den Universal Studios als Reboot der Trilogie aus den 2000ern gestartet, hat aber aus meiner Sicht nicht viel damit gemeinsam. Klar, eine Mumie, die auf die Jagd geht, aber die Geschichte darum herum ist ganz klar eine andere.

Der Film spielt in der Gegenwart und vermischt gekonnt verschiedene Epochen und Legenden miteinander. Vom alten Ägypten über die Kreuzritter bis zum gegenwärtigen Crossrail-Projekt in London ist die Handlung schlüssig und kollidiert nur an wenigen Punkten mit der Realität. Das lässt sich verkraften und wird durch die dauerhaft aufrecht erhaltenen Spannung mehr als nur entschädigt.

Der Auftakt zur neuen Mumien-Reihe leidet allerdings etwas unter dem Hauptdarsteller. Tom Cruise spielt den einzigen Charakter, den er wirklich beherrscht. Ob die Figur nun Nick Morton, Ethan Hunt, Jack Reacher oder Maverick heißt, es ist immer der gleiche Charakter ohne Wandlung. Schade, gibt es doch so viele Schauspieler, die in ihren Rollen mehr Leben einhauchen.