DSL-Anbieterwechsel – schwer gemacht

Dieses Jahr ist es wieder soweit: meine Mindestvertragslaufzeit bei meinem bisherigen DSL- und Telefonanbieter endet Mitte September. Es ist also Zeit, sich mit aktuellen Tarifen und Anbietern zu beschäftigen. Es ist zwar noch Zeit bis Mitte Juni, bis man den bestehenden Vertrag kündigen muss, aber was hindert einen, es vorher zu tun?

DSL-Anbieter-Vergleichsportal im Internet.

Damit das dann reibungslos über die Bühne geht, die Festnetznummern zum Wechselzeitpunkt umgezogen werden können, dachte ich mir, mach es doch sofort. Sonst vergisst man es doch wieder. Also machte ich mich auf die Suche, habe Tarife verglichen und mich irgendwann entschieden. Ich wollte gleich Nägel mit Köpfen machen und bestellen. Aber: es geht nicht.

Der Grund: es ist zu früh. Eine Bestellung ist frühestens 6 Monate vorher möglich. Heißt also, es gibt ein Fenster von 3 Monaten zwischen frühestmöglicher Bestellung  beim neuen und spätestmöglicher Kündigung beim alten Anbieter. Oder einfacher ausgedrückt: für den Wechselservice, den der neue Anbieter anbietet. Der Wechselservice, der sich komplett um die Kündigung des alten Vertrages und den Umzug der Telefonnummern auf den neuen Anbieter kümmert.

Hier stellt sich mir schon die Frage: wieso? Wieso geht das erst 6 Monate vorher und nicht 6 Monate und 1 Tag? Oder 7 Monate vorher? Die Anbieter sollten doch eigentlich ein Interesse haben, Neukunden möglichst sofort zu binden. In dem Zeitraum, in dem ich noch warten muss, könnte ich mich noch für einen anderen Anbieter umentscheiden – was ich auch getan habe. Nicht, weil ich ein besseres Angebot gefunden habe, Einsparpotential ist ohnehin kaum vorhanden. Sondern aus Bequemlichkeit – ich möchte Festnetztelefon, DSL-Anschluß und Mobilfunk in einer Hand und damit in einem Ansprechpartner haben. Und das bietet mir mein bestehender Anbieter.

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Münchner Fenster – Fahrgast-TV vor dem Start

In Berlin kennt man es. Auch in Hamburg. Oder in Hannover. Leipzig, Dresden, Düsseldorf, Potsdam, Gütersloh, Ulm und Neu-Ulm. In München wird man es bald kennen lernen: Das Fahrgastfernsehen.

Fahrgastdisplays in der Tram München. Foto: Marcus Bölt

Eine 15-minütige Programmschleife informiert über regionale und überregionale Nachrichten, Veranstaltungshinweise, Magazinbeiträgen und MVG-Informationen. Und natürlich Werbung, die wird mit 3 Minuten jedoch nur einen geringen Teil des Programms ausmachen. Ähnliches kennt man bereits von den Infoscreens an den U-Bahnhöfen.

Für das Münchner Fenster, so heißt das Fahrgastfernsehen, werden in U- und Trambahnen Doppelmonitore eingebaut. In der Tram sind sie schon seit längerem in den umgebauten, dreiteiligen Zügen und in der neuen Variobahn zu sehen. Im rechten Monitor, dort, wo jetzt noch Gute Fahrt! steht, soll das Münchner Fenster sein Programm abspielen. Der linke Monitor zeigt, wie jetzt auch, die nächsten Haltestellen an.

Fahrgastdisplays vor dem Start in der U-Bahn München. Foto: Marcus Bölt

In der U-Bahn sind bisher nur wenige Wagen mit den Doppelmonitoren ausgerüstet, diese sind zudem auch noch abgedeckt. Auch hier wird das gleiche Prinzip umgesetzt werden: links die Fahrgastinformation und rechts das Münchner Fenster. Vor allem durch die Fahrgastinformation wird das eine deutliche Aufwertung der bis zu 41 Jahren alten U-Bahn-Zügen bedeuten. Denn mit dem Einbau wird es nicht nur innen endlich eine Anzeige geben, die Züge werden auch auf Bandansagen umgebaut. Damit auch in den alten Zügen nicht nur Bahnhof versteht.

In einem weiteren Schritt werden die Fahrgastdisplays ein Update bekommen: sie zeigen dann nicht nur an, auf welche Linien man umsteigen kann. Auch in wie viel Minuten die Busse und Bahnen kommen wird dann angezeigt werden. So sieht man noch in der Bahn, ob man beim Umsteigen genügend Zeit hat, noch kurz etwas beim Bäcker oder im Zeitschriftenladen zu holen, oder ob noch Zeit für eine Zigarette ist.

Ich freue mich, wenn das Münchner Fenster endlich startet. Es macht die Fahrt doch etwas kurzweiliger und wenn man die Infoscreens betrachtet, die sind für wartende Fahrgäste doch ein Magnet.

Was ist Deine Meinung? Kennst Du Fahrgastfernsehen schon aus anderen Städten?